10 September 2017

[Rezension] Eine Woche, ein Ende und der Anfang von allem | Nina LaCour


Eine Woche, ein Ende und der Anfang von allem | Nina LaCour | Carlsen | 266 Seiten | 16,99€ | ISBN: 978-3-551-58334-5
Auf nach Europa! Die Schule ist geschafft, jetzt werden Colby und Bev reisen, ein Jahr lang. Das bedeutet Abenteuer, Freiheit – und vielleicht Liebe? Darauf hofft zumindest Colby, der schon ewig in seine beste Freundin verknallt ist. Doch bevor die zwei losfliegen, geht es noch für eine Woche mit Bevs Girlband auf Tour durch Kalifornien, im alten VW-Bus von Colbys Onkel.

Was als cooler Roadtrip beginnt, wird zum Desaster, als Bev die Bombe platzen lässt: Sie will nicht mit nach Paris, sondern stattdessen studieren. Colby ist fassungslos. Wann hat Bev ihre Pläne geändert? Warum wusste er nichts davon? Und was zum Teufel soll er jetzt bloß anfangen – ohne sie?

In "Eine Woche, ein Ende und der Anfang von allem" begleiten wir unseren Protagonisten Colby, der mit seiner besten Freundin Bev und den gemeinsamen Freundinnen Meg und Alexa auf einen Roadtrip durch Kalifornien geht, nach dem alle die Schule abgeschlossen haben und nun mit ihrer Band auf Tour gehen wollen, bevor der Ernst des Lebens beginnt und alle sich um Collegeplätze und Zukunftspläne Gedanken machen müssen. 
Nach dieser Woche wollten Colby und Bev dann nach Europa fliegen und dort ein Jahr herum reisen, bevor sie sich endgültig über ihre Zukunft Gedanken machen müssen. 
Doch kurz bevor es los geht, lässt Bev eine Bombe platzen, die Colbys ganze Zukunft ins Wanken bringt: Bev fliegt nicht mit nach Europa, sondern geht direkt nach der Tour ans College.
Für Colby bricht eine Welt zusammen und er beginnt langsam an seiner Freundschaft zu Bev zu zweifeln, denn warum bitte hat sie ihm nicht früher was gesagt?! Und warum rückt sie nicht mit dem Grund für ihr Schweigen raus?

Ich muss sagen, dass ich von diesem Buch schon etwas mehr erwartet habe, denn das Cover ist wunderschön und der Klappentext hört sich auch einfach nur toll an. 
Auch wenn das Buch im Endeffekt alles wieder gibt, was der Klappentext verspricht, konnte ich trotzdem nicht warm werden mit der Geschichte. Ich kam nicht wirklich in den Schreibstil rein und fand keinerlei Draht zu unseren Charakteren, die für mich alle sehr farblos waren und deren Charakterzüge sich komplett vermischt haben, so dass es für mich keine verschiedenen Persönlichkeiten gab, an denen ich Handlungen festmachen konnte. Ob jetzt Meg eine bestimmte Sache getan hat oder Alexa oder Bev hätte für mich keinen wirklichen Unterschied gemacht, weil ich einfach keine Persönlichkeiten erkennen konnte.
Das Buch ist mit 266 Seiten nicht sonderlich dick, aber trotzdem habe ich fast zwei Wochen dran gelesen und immer wieder anderen Büchern den Vortritt gelassen, weil mich die Geschichte einfach nicht fesseln konnte. 

Das einzige, was mir von den Charakteren in Erinnerung geblieben ist, sind Zukunftsängste. Klar, dass war etwas, womit ich in diesem Buch gerechnet habe. Aber die ständige schlechte Laune von Colby ging mir bald schon sehr auf die Nerven. Klar, die Pläne für das nächste Jahr haben sich geändert, aber deswegen bricht nicht gleich der ganze Lebensinhalt zusammen. Das Buch bestand gefühlt nur aus "was-mach-ich-denn-jetzt?" Momenten, denen eine Planlosigkeit anhaftete, dass ich immer nur wieder den Kopf schütteln konnte (Ich meine, such dir einen Job und geh halt nächstes Jahr ans College, oder flieg alleine nach Europa, oder oder oder...).
Neben Colby ging mir Bev allerdings genauso auf die Nerven, die das ganze Buch über nur kalt, unfreundlich, berechnend und abweisend war, sodass auch sie mir absolut nicht sympatisch wurde und nichts von der besten Freundin hatte, die Colby immer in ihr sah. 
Ihre Auflösung am Ende, warum genau sie Colby nie die Wahrheit sagen konnte, dass sie nicht mit nach Europa will, habe ich auch absolut nicht verstanden. Wirklich gar nicht. Es ist eine Sache sich vor der Zukunft zu fürchten und eine ganz andere, ständig kopflos vor ihr wegzurennen. Und genau das haben alle in diesem Buch ständig getan..

Das Buch selbst war im Grunde genommen nicht schlecht. Aber die Charaktere und der Schreibstil haben es mir echt vermiest, denn es kam nirgends dieses Roadtrip-Feeling auf, sondern alles wurde überschattet von "Was mach ich mit meinem Leben?", was als einzelner Teil ganz gut in dieses Buch gepasst hätte, aber doch nicht die ganzen 260 Seiten über...

Ich will das Buch hier nicht schlecht machen, denn ich glaube schon, dass es Leute gibt, denen genau diese Art von Geschichte gefällt, aber für mich war es leider überhaupt nichts. Ich habe es am Ende in einem Rutsch quer gelesen, weil mich die Auflösung des Ganzen dann doch interessiert hat. Aber wirklich etwas gegeben hat mir dieses Buch nicht und deswegen kann ich es leider auch nicht weiter empfehlen...

Kommentare:

  1. Hallo liebe Kathi,
    ich bin gerade auf Deinen Blog gestoßen und finde Deine Seite richtig schön aufgebaut.
    Du stellst interessante Bücher vor, gefällt mir sehr gut!
    Schade das Dir diese Lektüre nicht so gut gefallen hat, aber es wird bestimmt wieder ein anderes- noch besseres Buch Dir wieder in die Hände kommen:)
    Trotzdem Danke für Deine ehrliche Meinung!
    Ich lasse Dir auf jeden Fall ein Abo da und würde mich freuen, wenn Du vielleicht auch mal bei mir vorbei schauen würdest.
    http://www.printbalance.blogspot.de

    Liebste Grüße
    Andrea

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    1. Hi Andrea! :)

      Freut mich sehr, dass es dir hier gefällt und damit auch herzlich willkommen! ♥
      Naja, Geschmäcker sind halt immer verschieden und ich bin sehr überzeugt, dass mir andere Bücher aus meinem Regal wieder sehr sehr gut gefallen werden ;)

      Bei dir schaue ich natürlich auch gerne vorbei :)

      Liebe Grüße ♥

      Kathi

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