Über Unendlichkeit, Langeweile und den Sommer



Hallo ihr Lieben!

Welches ist eigentlich eure Lieblings-Jahreszeit? Ich kann mich da immer nicht entscheiden, denn ich liebe sie alle sehr. Auch wenn ich mich wohl am ehesten als Winterkind bezeichnen würde, weil es für mich nichts schöneres gibt, als weiße weiche Flocken die vom Himmel fallen und eine unendliche Decken frischen Schnees. 
Trotzdem haben auch alle anderen Jahreszeiten ihren ganz eigenen Zauber, auf den ich mich jedes Jahr aufs neue freue. 

Heute möchte ich mit euch über den Sommer reden, denn dieser liegt nun schon zu großen Teilen hinter uns und wir gehen mit großen Schritten in Richtung Herbst. Wenn ich nach draußen gehe fallen mir schon die ersten trockenen Blätter vor die Füße und langsam aber sicher werden Äpfel und Birnen reif und warten darauf, geerntet zu werden, während sie sich den letzten warmen Tagen entgegen strecken.

Der Sommer hier in Deutschland ist ja immer so eine Sache. Die paar wirklich heißen Tage, die wir dieses Jahr hatten, kann ich mit zehn Fingern abzählen. Es lässt sich nicht abstreiten, dass die Sommer früher irgendwie länger und heißer waren. Ich habe von den diesjährigen Sommerferien fast nichts mitbekommen, weil ich bis Ende August noch Vorlesungen in der Uni hatte und ansonsten viel arbeiten war. Die Woche, die ich Urlaub hatte, habe ich für alles genutzt, was sonst so liegen geblieben ist. 

Früher hat man richtig auf die Sommerferien hingefiebert, sechs Wochen keine Schule, eine kleine Unendlichkeit, die man mit nichts tun und Abenteuern verbringen konnte. Der Sommer war scheinbar endlos und nicht selten kam bei mir akute Langeweile auf, weil Woche für Woche heiße Temperaturen und Sonne pur herrschten und jeden Tag ins Freibad fahren auch irgendwann langweilig wurde. 

Heute kommt mir der Sommer weniger endlos vor, die letzten Wochen sind nur so an mir vorbei geflogen und kaum schaut man mal nicht hin, ist schon wieder Weihnachten, Silvester, Neujahr und das Ganze beginnt von vorne. 
Trotzdem glaube ich, dass der Sommer nichts von seinem Zauber verloren hat, den er für mich als Kind hatte. Denn auch wenn ich diese Unendlichkeit von früher nicht mehr wirklich spüre, haben sich doch ganz andere Möglichkeiten aufgetan, die den Sommer zu einer ganz besonderen Zeit machen. Früher war man darauf angewiesen, von Mama und Papa irgendwo hingebracht zu werden, wenn man nicht gerade mit dem Fahrrad dahin kam. Jeden Tag Eis essen und Freibad war als Kind schon fast unbezahlbar und so kam früher oder später besagte Langeweile auf. Immer nur Zuhause rumhängen, im Garten oder bei Freunden, die auch nicht wirklich wissen, was sie mit der vielen freien Zeit anfangen sollten, passiert mir heute relativ selten, was nichts zuletzt daran liegt, dass ich ein Auto habe und eigenes Geld verdiene, wodurch sich einfach ganz andere Möglichkeiten auftun, die man als Kind nicht hatte. 

Spontan wohin fahren, eine Shopping-Tour in der Stadt, Eis essen oder Abends Cocktails trinken, alles kein Problem mehr. Einen Tag oder ein Wochenende in eine andere Stadt fahren, vielleicht sogar in ein anderes Land, über die Grenze, nur zwei Stunden Autofahrt entfernt, alles ist möglich.

Auch wenn es einem manchmal vorkommt, dass der Sommer kein richtiger Sommer mehr ist, wie man ihn von früher kennt und das die Zeit nur so davon rast, dass wir die wenigen warmen Tage vielleicht sogar noch auf der Arbeit oder in der Uni verbringen, so ist der Sommer noch genauso schön und magisch wie früher, nur hat sich die Art, wie wir ihn erleben verändert. 

Und jetzt, wo der Herbst vor der Tür steht und ich mich langsam auf kuschelige Tage auf dem Sofa freue und kühle, nebelige Morgende, blicke ich zurück auf die letzten Monate und bin froh, mich an jeden Moment zu erinnern, den mir dieser Sommer gebracht hat und bin gespannt, was die nächsten Jahre bereithalten werden. 

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