[Rezension] Paper Prince - Das Verlangen | Erin Watt

Erin Watt | Paper Prince - Das Verlangen | Piper | 364 Seiten | 12,99€ | ISBN: 978-3-492-06072-1

Achtung, Band 2 dieser Reihe!

Seit Ella Harper in die Villa der Royals gezogen ist, steht das Leben dort auf dem Kopf. Durch ihre aufrichtige, liebenswerte Art hat sie so manches Herz erobert – vor allem das von Reed. Zum ersten Mal seit dem Tod seiner Mutter kann der attraktivste der Royal-Söhne echte Gefühle zulassen. Doch wie groß seine Liebe ist, merkt er erst, als es zu spät ist: Nach einem Streit verschwindet Ella spurlos. Und er trägt die Schuld daran. Seine Brüder hassen ihn dafür, doch er hasst sich selbst am meisten. Wird er Ella finden? Und wenn ja, wird er ihr Herz zurückerobern können?

Nachdem der erste Teil der Paper-Reihe bei mir eingeschlagen ist wie eine Bombe, konnte ich einfach nicht lange warten und habe mit dem zweiten begonnen. 

Gerade weil der erste Teil so einen miesen Cliffhanger hatte, war ich sehr gespannt, wie es nun weiter gehen wird. 
Der erste Teil des Buches gefiel mir dann auch wirklich gut, gerade weil wir mehr Einblicke in Reed bekommen haben. Der Perspektivwechsel zwischen Reed und Ella hat mir wirklich gut gefallen, weil beide sich in einer sehr schwierigen Phase befinden und erst lernen müssen, damit umzugehen.

Ab der Mitte des Buches hat es allerdings etwas nachgelassen mit meiner Begeisterung. Vor allem weil Reed mal wieder eine Menge Dinge getan und Entscheidungen getroffen hat, die ich absolut nicht nachvollziehen konnte und Ella meiner Meinung nach oft ein wenig überreagiert hat. Auch ihre Altersgenossen auf der Astor High fand ich in diesem Band ein wenig zu überspitzt dargestellt. Im ersten Teil war man gefühlsmäßig wirklich bei Ella, wenn sie schikaniert oder geärgert wurde. In diesem Teil fand ich die Dinge, die ihre Mitschüler getan haben, einfach viel zu übertrieben, als das Schüler im Alter von 16-18 Jahren sowas wirklich getan hätten. Genauso wie ich es etwas unrealistisch fand, dass die Lehrer da nichts zu sagten, Eliteschule hin oder her. Aber wenn eine Schülerin auf solche Weise behandelt wird und dann beschrieben wird, dass es der Mutter und dem Direktor egal ist und alles mit Geld geregelt wird, finde ich das einfach ein wenig zu unrealistisch. 

Auch die Wandlung, die Reed ab der Mitte des Buches mitmacht, hat mir nicht unbedingt gut gefallen, denn ich habe den alten Reed aus Band eins vermisst, mit seiner arroganten und trotzdem liebenswerten Art. In diesem Buch kam er mir viel zu weich und schwach vor...(Ohne spoilern zu wollen: Er schlägt Ella und seinen Brüdern einen Ausflug in ein Maislabyrinth vor...)

Alles in allem hat mir der Band ganz gut gefallen, auch wenn er nicht an Teil eins heran kam. Da das Ende aber mal wieder sehr sehr fies ist, bin ich jetzt gespannt, was Teil drei für uns bereit hält. Ich denke, es wird nicht allzu lange dauern, bis ich "Paper Palace" dann lesen werde. 

☆☆☆

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