[Rezension] Royal - Ein Leben aus Glas | Valentina Fast


Viterra, das Königreich unter einer Glaskuppel, ist der einzige Ort auf Erden, an dem die Menschen die atomare Katastrophe überlebt haben. Um die Bevölkerung bei Laune zu halten, findet dort alle zwei Jahrzehnte die große Fernsehshow zur Königinnenwahl statt. Aber diesmal ist alles anders. Diesmal will der Prinz ein Mädchen finden, das ihn um seiner selbst liebt. Vor den Augen des gesamten Königreichs soll die siebzehnjährige Tatyana zusammen mit den schönsten Mädchen des Landes um die Gunst vier junger Männer buhlen, von denen keiner weiß, wer der echte Prinz ist. Sie würde alles darum geben, nicht teilnehmen zu müssen. Aber auch sie kann sich dem Glanz eines Königslebens nur schwer entziehen 

"Royal" ist eine Reihe, von der ich mir wirklich viel versprochen habe, sie aber nie wirklich lesen konnte, weil ich keinen vernünftigen E-Reader hatte. Das hat sich jetzt ja geändert und ich habe mich mit Begeisterung auf den ersten Teil dieser sechs-bändigen Reihe gestürzt. 
Die Cover und die Titel sind doch wohl einfach ein Traum, oder?

Mir hat der erste Band ganz gut gefallen, aber leider gab es auch einige Schwächen, die ich dann doch nicht ganz so gut fand...

Die Geschichte erinnert auf den ersten Blick an "Selection", denn auch in "Royal" haben wir ein Königreich mit einem Prinzen, für den eine Braut her muss. Das ganze wird als Fernseh-Show aufgezogen und 20 junge Mädchen werden ausgewählt für ein Casting. Allerdings treten sie nicht nur dem Prinzen gegenüber, sondern auch drei anderen jungen Männern, die ebenfalls in diesem Casting eine Braut finden wollen und niemand weiß, wer wirklich der echte Prinz ist. Das sorgt natürlich für einige Verwirrungen, unter anderem auch in der Gefühlswelt...

Meiner Meinung nach hat sich die Geschichte richtig gut und unterhaltsam angehört, einfach toll für Zwischendurch, Kopf abschalten und genießen. 
Genau das hat mir die Geschichte dann auch geboten, denn sie war doch relativ 'einfach', ohne das jetzt negativ zu meinen. Aber man merkt beim Lesen halt schon, dass die Autorin doch eher als "Hobby" schreibt und nicht von Berufs wegen..
Finde ich an sich nicht schlimm, aber ich fand den Schreibstil dann doch teilweise zu platt, zu einfach, um mich wirklich überzeugen zu können. 
Unsere Protagonistin Tatyana ist mir an sich ganz sympatisch, allerdings stellt sie sich manchmal wirklich sehr dumm und kindisch an, was mich dann doch ein wenig genervt hat..
Sie hat von Anfang an keine Lust, an dem Casting teilzunehmen, tut es ihrer Tante zu liebe dann aber doch und kommt tatsächlich in die nächste Runde. Sie lernt die vier jungen Männer kennen und zwischen ihr und Philipp knistert es bereits beim ersten Treffen heftig. Trotzdem geraten die beiden immer wieder aneinander, denn Philipp traut ihr nicht wirklich über den Weg, weil er sie schlecht einschätzen kann und Sorge hat, dass sie nur hinter der Krone her ist. Tatyana ist ihrerseits nicht wirklich begeistert von Philipp, weil er sich wie der letzte Macho benimmt und furchtbar arrogant ist. Trotzdem fühlen sich beide magisch zu einander hingezogen (wie sollte es anders sein).
Was mich daran genervt hat, ist der ewige Streit zwischen den beiden. Von Anfang an fangen sie an sich zu kabbeln und versprechen sich das ganze Buch über bestimmt vier oder fünf Mal, noch einmal von vorne zu beginnen, was dann genau ein Kapitel lang hält, dann zoffen sie sich über die nächste Kleinigkeit. Leider muss ich sagen, dass für viele der Streits Tatyana der Grund war, denn oft hab ich einfach nicht verstanden, was genau sie an Philipps Verhalten jetzt so gestört hat, dass sie sich schon wieder so aufregen muss. 

Im Allgemeinen war die Geschichte kurz und knapp, aber ganz gut. Mir war sie tatsächlich zu kurz, denn vieles wurde nur oberflächlich behandelt, mit wenig Tiefe. Ich konnte keine wirkliche Verbindung zu einem der Charaktere aufbauen, weil sie dafür meiner Meinung nach zu wenig Charakter besaßen..
Allerdings lassen sich die ein oder andere interessante Entwicklung beobachten, sodass ich schon gespannt bin, wie es in den nächsten Bänden weiter gehen könnte. 

Um einmal auf das Ende des Buches zu sprechen zu kommen: Warum bitte ist das das Ende? Das meine ich jetzt nicht, weil das Buch mit einem totalen Cliffhanger endet, sondern weil es mitten in der Geschichte zu Ende ist. Nichts lässt darauf schließen, dass die Geschichte zu ende ist und plötzlich ist das Buch einfach durch. Das Kapitel, okay..das hätte an dieser Stelle abgeschlossen sein können, aber doch nicht das ganze Buch...Das war kein richtiges Ende, dass war einfach nur die Geschichte abgebrochen...

Trotz allem war die Geschichte irgendwo auch unterhaltsam, wenn man in der Bahn sitzt und ein bisschen Zeit tot schlagen muss, dann ist diese Geschichte wirklich ganz gut. Ich bin zwar ein wenig enttäuscht, weil ich viel mehr erwartet habe, als ich im Endeffekt bekommen habe...Trotzdem werde ich mir irgendwann einmal, wenn ich wieder Lust auf die Reihe habe, den zweiten Band anschauen.
Allerdings werde ich mir dann den kompletten Band holen, da der nur 20€ kostet und nicht jeden Band einzeln für jeweils 4€...


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