Mein Bewertungssystem

Über Veränderungen und Sterne-Bewertungen

Hi zusammen!
Ich möchte euch heute ein bisschen was zu meinem Bewertungssystem erzählen, denn in letzter Zeit habe ich mich immer wieder mit diesem Thema beschäftigt, obwohl ich mir früher nie groß Gedanken darum gemacht habe.


Ich habe, eigentlich seit es meinen Blog gibt, immer mit Sternen bewertet, von einem für ganz schlecht bin fünf für sehr gut.
Das habe ich auch immer so durchgezogen, auch wenn mir zwischendrin immer wieder der Gedanke kam, ob es wirklich so fair ist, die Bücher nach Sternen zu bewerten. 


Das erste Mal kam mir der Gedanke tatsächlich letzten Sommer, als ich "Flirt mit Nerd" von Leah Rae Miller gelesen habe. Ich mochte das Buch wirklich gerne und wollte ihm in der Rezension vier bis fünf Sterne geben, weil es mich einfach gut unterhalten hatte. Das Buch ist nichts tiefgründiges, nichts was man groß in Gedanken behält. Aber man hat halt einfach eine gute Zeit beim lesen und genau das ist es eigentlich, was ein gutes Buch für mich können muss. 
Dann kam mir allerdings der Gedanke, welche Bücher ich noch alle mit fünf Sternen bewertet habe und mir fehlte irgendwie die Vergleichbarkeit zwischen den Büchern. Wenn ich einem Buch wie "Niemand liebt November" von Antonia Michaelis. dass eine wirklich schwere Story behandelt und dass einen noch lange mitnimmt, mit fünf Sternen bewerte und dann im Vergleich ein Buch wie "Flirt mit Nerd" ebenfalls mit fünf Sternen bewerte, kommt mir das ganze einfach nicht fair vor. Also habe ich für "Flirt mit Nerd" dann im Endeffekt drei Sterne gegeben, womit ich aber bis heute nicht wirklich glücklich bin, da ich immer noch finde, dass auch dieses Buch fünf Sterne verdient hat, auch wenn es von der Art her nicht mit "Niemand liebt November" zu vergleichen ist. 

Neulich habe ich ein Video gesehen, dass manche innerhalb eines Genres die Bücher vergleichen, und danach dann vergleichen, wie viele Sterne ein Buch bekommt.
Ist an sich ein ganz guter Ansatz, allerdings sehe ich da auch meine Schwierigkeiten, weil ich oft nicht weiß, in welches Genre ich ein Buch einordnen soll (mal abgesehen von Thrillern, New Adult und ähnlichem) und damit dann auch wieder zwei Bücher miteinander vergleichen müsste, was ich eigentlich nicht tun will.

Ich habe für mich persönlich jetzt eine Lösung gefunden, die ich die nächste Zeit erst einmal ausprobieren möchte und nach der ich schon meine erste Rezension hochgeladen habe, mit der ich persönlich sehr zufrieden bin. 
Ich werde versuchen, Bücher komplett ohne Sterne zu bewerten. Ich schreibe nach wie vor, was mir an Geschichten gefallen hat und was nicht und werde auch weiterhin meine Meinung darlegen. Allerdings werde ich keine Sternebewertungen mehr vergeben, eben um mir diesen Druck zu nehmen, die Bücher untereinander fair bewerten zu müssen.
Ich muss sagen, dass ich bis jetzt wirklich viel zufriedener bin mit diesem System und viel mehr Spaß habe, Rezensionen zu schreiben. Ich mache mir damit selbst einfach keinen Druck mehr, kann jedes Buch unabhängig für sich bewerten und rezensieren und stehe nicht mehr vor dem Druck zu entscheiden, ob ein 5-Sterne-Buch wirklich so gut ist wie ein anderes 5-Sterne-Buch.

Ja, so viel also zu der Idee eines neuen Bewertungssystem ohne Zwänge und "Vergleichbarkeiten". Schreibt mir doch gerne, wie ihr das ganze seht und nach welchem System ihr eure Bücher bewertet und wie zufrieden ihr damit seid.

Macht euch noch einen schönen Tag, bis demnächst ♥

Kathi



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