[Rezension] Frostkuss | Jennifer Estep


Autor: Jennifer Estep
Verlag: Ivi 
Genre: Fantasy
Seiten: 383
Neupreis: 14,99€
Sprache: Deutsch
Originaltitel: Touch of Frost
Erscheinungstermin: Mai 2015
ISBN: 978-3-492-70249-2











Klappentext:

Sie sind die Nachkommen sagenhafter Kämpfer wie Spartaner, Amazonen oder Walküren und verfügen über magische Kräfte. Auf der Mythos Academy lernen sie, ihre Fähigkeiten richtig einzusetzen. Gwen Frost besitzt ein einzigartiges Talent: die »Gypsy-Gabe«. Eine einzige Berührung reicht aus, um alles über einen Gegenstand oder einen Menschen zu wissen. Doch dabei spürt Gwen nicht nur die guten Gefühle, sondern auch die schlechten und die gefährlichen. Auf der Mythos Academy soll sie lernen, mit ihrer Gabe sinnvoll umzugehen. Aber die mythische Welt steht vor einer tödlichen Bedrohung, und Gwen befindet sich plötzlich im Zentrum eines großen Krieges.

Der erste Teil der "Mythos Academy" - Reihe liegt schon viel zu lange auf meinem SuB. Ich habe das Buch, glaube ich, vor etwa einem Jahr gekauft, kurz nach Erscheinungstermin, und obwohl ich mega gespannt auf die Reihe war, hat es ewig gedauert, bis ich es zur Hand genommen habe. Jetzt, wo ich es gelesen habe, kann ich wirklich nicht mehr verstehen, warum es so lange warten musste, denn es hat mich voll überzeugt.
Wenn man diese Geschichte mit einer anderen Reihe der selben Autorin vergleicht, der Spinnen-Reihe, dann wird deutlich, dass die Frostbücher ein eher jüngeres Publikum ansprechen, als die Spinnenbücher. Was absolut nicht schlimm ist, denn ich finde, dass auch Erwachsene durchaus ihren Spaß mit dieser Reihe haben können. 

Wir begleiten hier Gwen Frost, die ihre normale Schule verlassen musste, um auf die Mythos Academy zu gehen, eine Eliteschule für die obersten Schichten der Gesellschaft, die schönsten der Schönen und jeder von ihren ist hinterhältiger und kaltherziger als der andere. Mythos Academy ist eine Schule für Jugendliche mit besonderen magischen Begabungen, denn jeder hier stammt von den großen Kriegern der Antike ab: Römer, Wikinger, Spartaner, Amazonen und Walküren. 
Gwen fühlt sich hier mehr als fehl am Platz, denn sie hat weder eine große Begabung im kämpfen, noch stammt sie aus einer Kriegerfamilie. Ihre Begabung liegt mehr im Verborgenen, denn wann immer sie Dinge oder Menschen berührt, kann sie tief in deren Innerstes blicken und ihre Gabe offenbart ihr die dunkelsten Geheimnisse und die stärksten Gefühle der Menschen. 
Als es in Mythos zu einem unerklärlichen Mordfall kommt und scheinbar niemand wirklich entsetzt darüber ist, beginnt Gwen eigene Nachforschungen anzustellen und gerät schon bald in etwas hinein, dass so viel größer ist, als sie sich vorzustellen vermag.

Ich mochte Gwen als Protagonistin sehr gerne, denn obwohl sie eine Außenseiterin ist, die kaum Freunde hat, hat sie trotzdem ein großes Herz und hilft jedem, der in Not steckt. Außerdem ist sie nicht in sich zurückgezogen, wie andere es an ihrer Stelle vielleicht wären, sondern traut sich auch, offen auf Menschen zu zu gehen. 
Das sie so sehr anders anders ist als die anderen Schüler (schon allein vom Aussehen: Gwen liebt ihre Kapuzenpullis, während die anderen auf ihre Klamotten der teuersten Designer schwören), macht sie nur um so sympatischer und zu etwas ganz besonderem. 
Großen Eindruck auf mich hat auf Daphne gemacht, die am Anfang des Buches zwar eine absolut oberflächliche Zicke ist, sich im Laufe der Geschichte aber immer weiter zu einem liebenswerten mutigen Mädchen entwickelt. 

Auch den Schauplatz fand ich sehr atmosphärisch und passend, denn die Elite-Krieger-Schule ist in einem alten, schlossähnlichen Gebäude untergebracht, dass mit Efeu bewachsen und von Steinfiguren aller möglichen Götter und mystischer Kreaturen bewacht wird. 
Die Gemäuer hatten etwas uraltes, gemütliches an sich, waren aber gleichzeitig auch einschüchternd, als würde etwas nicht fassbares, etwas größeres hinter diesem Mauern lauern. 
Die Stimmung war wirklich toll getroffen und so vermischte sich normaler Schulalltag und normale Schülerprobleme mit alten Mythos und Magie. 

Ein weiterer Punkt, den ich echt angenehm beim lesen fand, waren die nicht vorhandenen Wiederholungen. In der Spinnenreihe von Estep werden viele Details immer und immer wieder wiederholt und beschrieben, was den Lesefluss manchmal schon etwas stört, da man die Informationen ja schon kennt und lieber die Geschichte weiterlesen möchte. Das ganze ist mir in "Frostkuss" nicht, oder wenn, dann nur sehr schwach, aufgefallen. 

Die Reihe ist mit ihren bisher sechs Bänden und drei Spinnoffs ja schon relativ lang und ich hoffe, dass die Bücher ihr Potential behalten, denn ich habe wirklich große Lust, weiterzulesen.

Deshalb gebe ich dem ersten Band volle fünf Sterne, denn er hat mich komplett von sich überzeugt und ich bin wirklich scharf darauf, wieder in diese Welt einzutauchen und zu schauen, wie es mit unseren Helden weiter geht. 

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