[Rezension] Die Flammende | Kristin Cashore



Autor: Kristin Cashore | Verlag: Carlsen | Genre: Jugendbuch | Seiten: 508
Neupreis: 19,90€ | Sprache: Deutsch | Originaltitel: Fire
Erscheinungstermin: Januar 2011
ISBN: 978-3-551-58211-9



"Larch dachte oft, dass er den Tod seiner Frau Mikra niemals verwunden hätte, wenn sein neugeborener Sohn nicht gewesen wäre."

(Erster Satz)




Nachdem ich "Die Beschenkte" beendet hatte, habe ich gleich mit "Die Flammende" weiter gemacht, denn ich war so in der Welt drin, dass ich einfach weiter lesen musste. 
Dieses Buch spielt zwar in der gleichen Welt, allerdings noch etwas weiter östlich als die sieben Königreiche. Dort liegen die Dells und das Land Pikkia. Diese Länder sind bevölkert von schillernden, bunten, wunderschönen Wesen, die von den Einwohnern als Monster bezeichnet werden, denn diese Wesen tun nichts lieber, als sich in den Verstand von Menschen zu schleichen und diesen zu manipulieren. 
Die 17-jährige Fire ist das einzige menschliche Monster, das noch lebt und ihren leuchtend grünen Augen und den Haaren in den Schattierungen des Sonnenuntergangs fällt sie auf, wo immer sie hingeht. 
Die Menschen bewundern, begehren und verachten sie gleichermaßen und so lebt Fire zurückgezogen mit wenigen Freunden hoch in den Bergen des Landes.
Bis sie eines Tages dem Feldherrn der königlichen Armee begegnet und dieser sie an den Hof bittet, um dem König mit ihrer Gabe, das Bewusstsein anderer zu manipulieren, im Kampf gegen seine Feinde beizustehen. 
Dem Königreich droht Krieg und so willigt Fire ein zu helfen. 
Welche Rolle genau sie in diesem Geflecht aus Intrigen und Bündnissen spielt, weis sie jedoch nicht. 
Sie weis nur, dass sie sich langsam aber sicher in den obersten Feldherrn verliebt...
Ehe sie sich versieht, ist sie tief verstrickt in ein Gewirr aus Lügen, Vergangenheit und Geheimnissen...

Am Anfang war ich gar nicht so überzeugt von diesem Buch. Ich hatte Probleme mich in den Schreibstil und die Welt der Monster einzufinden. 
Allerdings lies das nach den ersten 100 Seiten schnell nach und ich wurde komplett vereinnahmt von der Geschichte.
Sie ist zwar komplett anders als "Die Beschenkte", steht diesem Buch jedoch in nichts nach. 
Die Geschichte ist eher ruhiger und beruht mehr auf Dingen, die im Hintergrund die Fäden ziehen. 
Aber mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. 
Ich mochte Fire sehr gerne, denn sie ist von einem Mädchen, dass sich vor ihrer eigenen Gabe und ihrer Vergangenheit fürchtet, zu einer starken Frau herangewachsen, die die Dinge selbst in die Hand nimmt und ihr Schicksal akzeptiert. 
Die ganze Geschichte über hat sie mich überrascht, mit welcher Stärke sie auch die schlimmsten Schicksalsschläge hinnimmt und wie sehr sie immer für andere da war, auch wenn sie selber innerlich am zerreißen war.

Einen Aspekt, der mir sehr gut gefallen hat, war, dass wir mehr über die Vergangenheit einer bestimmten Person erfahren, die im ersten Buch schon eine tragende Rolle gespielt hat, obwohl "Die Flammende" zeitlich vor "Die Beschenkte" einzuordnen ist.
Hier wurden noch einmal Fragen geklärt, die uns im ersten Band nicht beantwortet wurden. 
Deswegen empfiehlt es sich doch, die Bände in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Ich kann diesen Band überhaupt nicht mit dem Vorgänger vergleichen, denn beide Geschichten sind komplett verschieden.
Allerdings haben sie mich beide gleichermaßen begeistert und deswegen bekommt "Die Flammende" ebenfalls fünf von fünf Sternen!



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