[Rezension] Heart.Beat.Love | James Patterson


James Patterson | Heart.Beat.Love | dtv | Seiten: 316 | Neupreis: 16,95€ | ISBN: 978-3-423-76107-9

Scheinbar aus heiterem Himmel schlägt Axi ihrem besten Freund Robinson einen Trip quer durch die USA vor. Robinson macht mit und verwandelt die Reise in ein verwegenes Abenteuer: Statt mit dem Greyhoundbus düsen die beiden auf einer geklauten Harley los. Sie übernachten unter freiem Himmel und schwimmen in Privatpools - und immer wieder fragt sich Axi, wann aus ihrer Freundschaft endlich mehr wird. Doch eines Morgens holt sie das Schicksal ein und es wird ihnen klar, dass sie sich vom ersten Augenblick geliebt haben und jeden einzelnen Moment des Glücks, der ihnen bleibt, auskosten wollen . . .


"Okay, auch auf die Gefahr hin, mich selbst nicht gerade ins beste Licht zu rücken, muss ich als Erstes zugeben, dass ich damals ein absoluter Gutmensch war, eine richtige Streberin."


Ich habe mir das Buch sofort gekauft, als es erschienen ist, weil mich das Cover und der Klappentext sofort angesprochen haben.
Bei "Heart.Beat.Love" handelt es sich um den Roadtrip zweier Jugendlicher durch die USA und die vielen kleinen und großen Abenteuer, die sie auf ihrer Reise erleben.
Und ich finde, diese Geschichte passt einfach perfekt in den Sommer und zu heißen Temperaturen, deswegen habe ich es auch Anfang Juli gelesen, jetzt wo es auch bei uns endlich mal Sommer geworden ist.

Das Buch liest sich wirklich sehr leicht und schnell, da der Autor einen tollen Schreibstil hat, in den ich mich sofort fallen lassen konnte.
Auch unsere beiden Protagonisten Axi und Robinson sind auf Anhieb sympathisch. Sie sind das komplette Gegenteil voneinander und passen wohl genau deswegen so perfekt zusammen. Durch sie wird die Geschichte lustig, abwechslungsreich, manchmal tragisch, im  großen und ganzen allerdings wunderschön, verträumt und irgendwie frei.

Obwohl es immer wieder zu Situationen kommt, die im echten Leben vermutlich niemals so abgelaufen wären, da es z.B. einfach unmöglich für zwei Jugendliche ist, sich mit siebzehn auf eine Promiparty in L.A. zu schmuggeln, in dem man mit seinem Charme die Türsteherin besticht.
Aber diese kleinen Situationen, die so an den Haaren herbeigezogen zu sein scheinen, geben der Geschichte dieses gewisse Etwas, diesen Glauben an das Unmögliche und daran, dass man alles erreichen kann, was man möchte.
Vielleicht ist diese Vorstellung ein bisschen zu utopisch, aber sie hinterlässt beim Lesen doch ein gutes Gefühl und man möchte einen Moment lang selber an alles Unmögliche glauben.

Aber auch Axi und Robinson müssen irgendwann feststellen, dass sie beide nicht unbesiegbar sind und als es zum tragischen Höhepunkt der Geschichte kommt, merken sie beide, dass sie zwar versuchen können wegzulaufen, aber manche Dinge sie immer wieder einholen werden.

Natürlich werde ich hier nicht darauf hinweisen, um was es sich bei diesem Schicksalsschlag handelt, da ich mich vorher leider selber schon damit gespoilert habe, in dem ich auf die letzte Seite des Buches geguckt habe. Ich wollte eigentlich nur nachschauen, wie viele Seiten das Buch genau hat, um es für meine Lesestatistik aufzuschreiben und habe dann auf einen Blick das Ende der Geschichte gesehen.

Wenn ihr dieses Buch also noch nicht gelesen habt, dann vermeidet einen Blick auf die letzte Seite!!

Was mich am Buch ein bisschen gestört hat, ist die Kürze darin. Klar, das Buch hat nur knapp 300 Seiten, aber meiner Meinung nach, hätte man noch etwa 100 Seiten mehr schreiben können, um der Geschichte die nötige Tiefe zu geben.
Das hat mir beim Lesen leider ein bisschen gefehlt. Wir wurden von einem Erlebnis in das nächste geworfen und nur selten gab es eine Verschnaufpause, in der man einmal den Moment genießen konnte.
Auch die tragische Seite dieser Geschichte fand ich ein bisschen zu platt. Ich hätte mir mehr dieser Momente gewünscht, in denen man selber ergriffen ist, weil man mit den Protagonisten wirklich mitfühlt und nicht nur liest, was sie gerade fühlen.

Trotz dieser zwei Mängel, die mir am Buch aufgefallen sind, ist es eine unglaublich tolle Geschichte, die uns für einen Moment lang mit auf die Reise nimmt und die Freiheit spüren lässt, einfach alles hinter sich zu lassen und sich kopfüber ins Abenteuer zu stürzen.

Daher gebe ich auch vier von fünf Sternen für Heart.Beat.Love.

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