[Rezension] Saeculum 




Autor: Ursula Poznanski | Verlag: Loewe | Genre: Thriller | Seiten: 493 | 
Neupreis: 9,95€ | Sprache: Deutsch | Originaltitel: Saeculum | 
Erscheinungstermin: 17. Juni 2013 | 
ISBN: 978-3-7855-7783-7






"Bastian hörte das Klirren der Schwerter schon von Weitem."

(Erster Satz)



Dieses Buch liegt schon solange ungelesen auf meinem SuB und ich habe mir immer wieder vorgenommen, es zu lesen, aber aus irgendwelchen Gründen ist es nun schon über ein Jahr her, dass ich es gekauft habe. Doch jetzt habe ich es endlich gelesen.
Leider habe ich mir von der Geschichte, mehr erhofft, als sie im Endeffekt wirklich zu bieten hatte. Dennoch bekommt dieses Buch vier von fünf Sternen von mir. 

Das Cover überzeugt mich sofort. Der harte Kontrast mit dem schwarz und weiß und dazu die abgebildeten kahlen Äste machen sehr viel her, auch im Bücherregal, da der Buchrücken in einem ähnlichen Stil gehalten ist. Die broschierte Ausgabe hat dazu noch einen schwarzen Buchschnitt, den meine Taschenbuchausgabe leider nicht besitzt.

In dieser Geschichte begleiten wir Bastian, der sich in Sandra verguckt hat und ihr zuliebe auf einen Mittelaltermarkt mitkommt. Dort lässt er sich auch dazu überreden, mit Sandra und ihren Freunden für fünf Tage in die Wildnis zu fahren, für ein echtes Rollenspiel im Mittelalterstil. 
Bastian, der sonst selten rauskommt, da er von seinem Vater sehr auf sein Medizinstudium gedrillt wird, ist begeistert von der Vorstellung, eine ganze Woche Ruhe vom Lernen zu haben und willigt ein.
Neben Bastian und Sandra sind auch noch einige andere liebenswerte und teilweise auch geheimnisvolle und skurrile Personen mit von der Partie.
Eine von ihnen ist die abergläubige Doro, die von einem anderen Mitspieler die Geschichte eines alten Fluches erzählt bekommt, der auf dem Gebiet liegen soll, auf dem sie ihre Spiele abhalten wollen.
Bereits Tage vorher versucht sie die anderen davon zu überzeugen, nicht zu fahren, da der Fluch sie sonst treffen wird und das am Ende nicht gut für sie alle ausgehen wird.
Doch niemand will ihr zuhören und alle schlagen ihre Warnungen in den Wind.
Zuerst läuft auch alles glatt und alle sind vom Mittelalterfieber gepackt worden;
Bis die ersten Anzeichen des Fluches über sie hereinbrechen und die Situation zu eskalieren droht ...

Die Geschichte lässt sich sehr gut lesen und man kommt schnell in den Schreibstil der Autorin rein. Die Geschichte ist spannend und über allem liegen unheilverkündende Zeichen, sodass wir weiterlesen wollen, um das Mysterium aufzudecken. Eigentlich ist Ursula Poznanski nicht die Autorin, die mystische Phänomene als Auflösung für ihre Geschichten benutzt und so suchen wir beim lesen immer nach einer rationalen Lösung, finden diese jedoch nicht. Dadurch stehen wir selbst auch immer mit uns im Konflikt, weil unser Verstand uns sagt, dass kein Fluch für das Geschehene verantwortlich ist und doch deuten alle Zeichen darauf hin.

Leider wird das Buch im letzten Drittel teils sehr langatmig, fast schon langweilig. Die Charaktere stecken für einige Zeit in ihrer Situation fest und wir stecken leider auch selber in der Geschichte fest, was mich beim lesen sehr genervt hat. 
Ab dem letzten Drittel viel es mir zunehmend schwer, lange am Stück zu lesen und oft habe ich eine Seite nur überflogen.
Natürlich kann ich irgendwie nachvollziehen, wie sich die Personen gefühlt haben müssen, aber manchmal musste ich mir wirklich an den Kopf fassen, auf was für Ideen manche der Charaktere kommen und wie kopflos viele von ihnen handelten.

Die Auflösung der ganzen Geschichte ist auf der einen Seite zwar sehr gut durchdacht, aber auf der anderen Seite auch wieder ZU gut durchdacht, als das sie wirklich hundertprozentig glaubwürdig wäre.
Es sind Dinge passiert, die eine so gute Planung vorraussetzen, dass ich mich frage, ob sich wirklich jemand die Mühe dazu gemacht hätte.

Leider kann ich dem Buch keine fünf Sterne geben, da es dafür teilweise doch ein bisschen langweilig war.
Da mir die Idee und die Umsetzung sonst aber sehr gut gefallen haben und das Buch immer noch diese ganz bestimmte düstere und bedrohliche Stimmung in mir wachruft, wenn ich daran zurück denke, gebe ich vier von fünf Sternen für Saeculum.





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