[Rezension] Die Königsmalerin | Nina Blazon






Autor: Nina Blazon | Verlag: Ravensburger Buchverlag | Seiten: 343 | 
Neupreis: 16,95 € | ISBN: 978-3-473-35278-4


Bei der Hochzeitsfeier von König Philipp und Isabel de Valois tanzt sie den ersten Tanz: Sofonisba Anguissola, die junge Malerin aus Italien. Sie wurde an den spanischen Hof berufen, um dort die fünfzehnjährige Königin zu unterrichten. Bald hat die freiheitsliebende Sofonisba noch eine weitere Schülerin: Lien, eine junge Frau aus den Niederlanden, die voller Leidenschaft ihre Gefühle auf die Leinwand bannt. Doch im Spanien des 16. Jahrhunderts unterliegt auch die Kunst der strengen Zensur der katholischen Kirche. Und Lien hütet ein dunkles Geheimnis dessen Entdeckung tödlich sein könnte...


"Die beste Zeichenkohle macht ihr aus Stücken von Weidenstäben."


Das Buch habe ich durch Zufall in einer Kiste mit Mängelexemplaren gefunden und als erstes viel mir das Cover auf, welches ich wirklich wunderschön finde. Auch der Klappentext hörte sich sehr vielversprechend an, obwohl ich sonst eher wenig mit historischen Romanen anfangen kann.
Da das Buch von Nina Blazon geschrieben wurde, wollte ich der Geschichte eine Chance geben, da mir andere ihrer Bücher (u.a. Faunblut) sehr gut gefallen haben. 

Als ich zuhause dann in dem Buch geblättert habe, sind die mir die Titel der einzelnen Kapitel aufgefallen: Jedes Kapitel ist nach einer anderen Farbe benannt. Kohlschwarz, Indigo, Purpur, Ultramarin usw. 

Vermutlich war es genau dieses Detail, was mich endgültig neugierig gemacht hat, also habe ich noch am gleichen Tag mit dem Lesen angefangen und wurde sofort von dieser wirklich farbenfrohen und bildgewaltigen Geschichte mitgerissen. 
Gleich im ersten Kapitel werden wir in ein buntes Italien entführt, in dem Vorbereitungen für ein Fest zu Ehren des Königs von Spanien laufen. 

Die Hauptperson der Geschichte, die Malerin Sofonisba Anguissola, ist vom ersten Augenblick an sympatisch und der Leser wird von ihrer eigenen Begeisterung für die Kunst und die Malerei sofort angesteckt.
Im weiteren Verlauf der Handlungen können wir uns immer mehr mit dieser lebensfrohen und freiheitsliebenden Italienerin identifizieren, da sie im steifen, konservativen Spanien mehr als nur ein Tabu bricht. 
Dass das nicht immer ohne Folgen bleibt und welchen Gefahren sich Sofonisba gegenüberstellen muss, erfahren wir im zweiten Teil des Buches, in dem die Geschichte zunehmend an Fahrt aufnimmt, sodass es schwer fällt, das Buch zur Seite zu legen. 

Alles in allem ist dieses Buch ein grandioses Werk, dass Lust auf mehr macht und einen am Ende nachdenklich, aber doch glücklich zurück lässt. 
Für mich daher ein klares 5-Sterne-Buch. 




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen